Indian · Breakfast

Idli — gedämpfte Reis-Küchlein aus Südindien

Der wolkig-weiche Dampfkuchen, mit dem Südindien in den Tag startet: ein fermentierter Teig aus Reis und geschälten schwarzen Linsen (Urad Dal), gemahlen, über Nacht zum Blubbern und Aufgehen gebracht und dann in kleinen Förmchen gedämpft, bis er kissenweich und leicht ist. Idli gehört zu den gesündesten Frühstücken – gedämpft statt frittiert und durch die Fermentation von Natur aus probiotisch – und wird heiß mit Kokos-Chutney und Sambar zum Eintunken serviert. Mild, fluffig und endlos tröstlich, ist Idli ein Grundnahrungsmittel von Tamil Nadu bis Karnataka und eine sanfte Einführung in die Magie der südindischen Fermentation.

Idli — gedämpfte Reis-Küchlein aus Südindien · Indian breakfast
Von Arjun Iyer · India editor · Veröffentlicht 2026-06-03 · Aktualisiert 2026-06-03
Zum Rezept →
Vorber.
30 min
Kochen
15 min
Ruhezeit
20 h
Gesamt
1245 min
Ergibt
About 20 idli
Schwierigkeit
Medium
#indian#vegetarian#vegan#breakfast#steamed
Kurze Antwort · Antwort in 30 Sekunden

Idli-Reis (oder parboiled Reis) und geschältes Urad Dal mehrere Stunden getrennt einweichen, dazu etwas Bockshornklee. Beides zu einem glatten, dicken Teig mahlen – vor allem das Urad Dal sollte fluffig und luftig sein – dabei etwas vom Einweichwasser verwenden, dann mit Salz vermengen. Den Teig an einem warmen Ort über Nacht (8–12 Stunden) fermentieren lassen, bis er sich verdoppelt, Blasen wirft und angenehm säuerlich riecht; dieses Aufgehen macht Idli erst weich. Den Teig in gefettete Idli-Förmchen füllen und etwa 10–12 Minuten dämpfen, bis ein Prüfstäbchen sauber herauskommt und sie aufgegangen und schwammig-locker sind. Heiß mit Kokos-Chutney und Sambar servieren.

  • Das Urad Dal mahlen, bis es leicht und luftig ist – so wird Luft eingeschlossen und Idli fluffig.
  • An einem warmen Ort fermentieren, bis sich der Teig verdoppelt und Blasen wirft (8–12 Stunden) – die Fermentation ist unerlässlich.
  • Dämpfen, nicht übergaren, und heiß und frisch mit Kokos-Chutney und Sambar servieren.

Equipment

  • Nassmühle oder Standmixer
  • Idli-Förmchen / Dampfgarer
  • Große Schüssel (zum Fermentieren)

Zutaten

Teig

  • 300 g Idli-Reis oder parboiled Reis
  • 150 g geschältes Urad Dal (geschälte schwarze Linsen)
  • ½ TL Bockshornkleesamen; Salz

Zum Servieren

  • Kokos-Chutney
  • Sambar (Linsen-Gemüse-Eintopf)

Zubereitung

  1. SCHRITT
    01

    Den Reis in einer Schüssel und das Urad Dal mit dem Bockshornklee in einer anderen abspülen und einweichen, jeweils in reichlich Wasser, für 4–6 Stunden.

  2. SCHRITT
    02

    Das Urad Dal zu einer glatten, sehr fluffigen, luftigen Paste mahlen und dabei nach Bedarf etwas Einweichwasser zugeben. Den Reis zu einem leicht körnig-glatten Teig mahlen. Beides in einer großen Schüssel mit Salz vermengen und gut mit der Hand durchmischen. Der Teig sollte dick, aber gießfähig sein.

  3. SCHRITT
    03

    Den Teig abdecken und an einem warmen Ort 8–12 Stunden (über Nacht) fermentieren lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat, voller Blasen ist und angenehm säuerlich riecht. Dieses Aufgehen verleiht Idli seine weiche, schwammig-lockere Textur.

  4. SCHRITT
    04

    Den aufgegangenen Teig behutsam umrühren. Die Idli-Förmchen einfetten und den Teig hineingeben. Über kochendem Wasser etwa 10–12 Minuten dämpfen, bis sie aufgegangen sind und ein eingestochenes Prüfstäbchen sauber herauskommt. Nicht zu lange dämpfen, sonst trocknen sie aus.

  5. SCHRITT
    05

    Die Idli ein bis zwei Minuten ruhen lassen, dann mit einem feuchten Löffel rundherum lösen. Heiß mit Kokos-Chutney und einer Schale Sambar zum Eintunken servieren.

Make ahead

Idli ist auf das Vorbereiten ausgelegt: Der Teig muss über Nacht fermentieren und hält sich danach mehrere Tage im Kühlschrank, sodass man eine große Menge mahlen und an mehreren Morgen frische Idli dämpfen kann. Für das weichste Ergebnis dämpft man sie direkt vor dem Servieren. Chutney und Sambar lassen sich ebenfalls vorbereiten. Genau dieser vorzubereitende Teig macht Idli zu einem so praktischen Alltagsfrühstück.

Storage

Fermentierter Idli-Teig hält sich im Kühlschrank 4–5 Tage (in der Kälte verlangsamt sich die Fermentation) – vor dem Dämpfen auf Zimmertemperatur bringen und nicht zu stark umrühren. Gedämpfte Idli schmecken frisch und heiß am besten, halten sich aber einen Tag im Kühlschrank; zum Wiederweichmachen erneut dämpfen. Übrig gebliebene Idli sind angebraten als „Idli Fry“ oder klein geschnitten in einem schnellen getemperten Gericht großartig. Fermentierten Teig nicht zu lange bei Zimmertemperatur stehen lassen, sonst wird er sehr sauer.

Variations

Rava Idli

Eine schnellere Variante mit Grieß (Rava) und Joghurt, ganz ohne Fermentation.

Masala- / gefüllte Idli

Getemperte Gewürze, Gemüse oder eine Füllung in den Teig geben für aromatisierte Idli.

Idli aus Resten

Einen Tag alte Idli mit Senfsamen, Curryblättern und Chili anbraten für Idli Fry / Podi Idli.

Serve with

Kokos-ChutneySambarTomaten- oder Koriander-ChutneyIdli Podi (Gunpowder) mit Öl

Nutrition per serving

160 kcal 1 g fat 33 g carbs 5 g protein 1 g sugar 2 g fiber 320 mg sodium
Diet: Vegan, Vegetarian, Gluten-free, Dairy-free

Nutrition values are estimates based on the metric measurements. Adjust as needed.

Häufige Fragen

Was ist Idli?

Idli ist ein weicher, fluffiger Dampfkuchen aus Südindien, hergestellt aus einem fermentierten Teig aus Reis und geschältem Urad Dal (schwarze Linsen). Der Teig wird gemahlen, über Nacht fermentiert und dann in kleinen Förmchen gedämpft. Idli ist ein enorm beliebtes Frühstück in ganz Südindien und Sri Lanka und wird heiß mit Kokos-Chutney und Sambar serviert. Weil es gedämpft und fermentiert wird (nicht frittiert), ist es leicht, gut verdaulich und gilt als eines der gesündesten Frühstücke – mild, kissenweich und tröstlich.

Warum geht mein Idli nicht auf / warum ist es hart?

Weiche Idli hängen von zwei Dingen ab: einem gut gemahlenen, luftigen Urad-Dal-Teig (der Luft einschließt) und einer ordentlichen Fermentation über Nacht (durch die er aufgeht). Wenn deine Idli dicht oder hart sind, hat der Teig wahrscheinlich nicht genug fermentiert – er braucht einen warmen Platz und 8–12 Stunden, bis er sich verdoppelt und Blasen wirft – oder das Urad Dal wurde nicht fluffig genug gemahlen, oder du hast den aufgegangenen Teig zu stark gerührt und die Luft herausgeschlagen. Kaltes Wetter verlangsamt die Fermentation, also such einen warmen Ort (etwa einen Backofen mit eingeschaltetem Licht).

Welchen Reis und welches Dal soll ich verwenden?

Die klassische Kombination ist Idli-Reis (ein kurzkörniger parboiled Reis) oder gewöhnlicher parboiled Reis mit geschältem, gespaltenem Urad Dal (schwarze Linsen). Ein gängiges Verhältnis liegt bei etwa 2 bis 3 Teilen Reis auf 1 Teil Urad Dal, dazu etwas Bockshornklee, der die Fermentation und den Geschmack fördert. Das Urad Dal verleiht Idli seinen Auftrieb, also spar nicht daran und versäume nicht, es luftig zu mahlen. Manche geben eine Handvoll Poha (Reisflocken) dazu oder verwenden für den Reisanteil Idli Rava (Idli-Grieß).

Brauche ich einen speziellen Idli-Dampfgarer?

Idli-Förmchen (gestapelte Bleche mit flachen Mulden), in einen Dampfgarer gestellt, geben die klassische Form und ein gleichmäßiges Dämpfen, und sie sind günstig. Aber du brauchst sie nicht zwingend – du kannst den Teig in beliebigen kleinen gefetteten Tässchen, Auflaufförmchen oder einer flachen Schale dämpfen, die du in einen abgedeckten Topf oder Dampfgarer über kochendes Wasser stellst, und die Zeit entsprechend anpasst. Wichtig sind sanfter Dampf und nicht zu langes Dämpfen. Ein Schnellkochtopf ohne Gewicht oder ein Idli-Ständer darin funktioniert ebenfalls.

Ist Idli gesund und ist es vegan?

Idli gilt weithin als eines der gesündesten Frühstücke: Es wird gedämpft statt frittiert, ist fettarm, und die Fermentation über Nacht macht es leichter verdaulich, fügt nützliche Probiotika hinzu und verbessert zugleich die Verfügbarkeit von Nährstoffen. Es ist von Natur aus vegan und glutenfrei und besteht nur aus Reis, Urad Dal und Salz. Mit Sambar (Linsen und Gemüse) und Chutney serviert, ist es eine ausgewogene, leichte und nahrhafte Mahlzeit, die sanft im Magen liegt.

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