Sisig — philippinisches brutzelndes gehacktes Schweinefleisch
Der unangefochtene König des philippinischen Barfoods (Pulutan): Schweinefleisch – traditionell Schweinskopf und -ohren sowie Leber – gekocht, gegrillt und dann fein gehackt, auf einer glühend heißen gusseisernen Platte mit Zwiebeln und Chili brutzelnd angebraten, mit Calamansi aufgehellt und manchmal mit etwas Mayonnaise gebunden oder mit einem aufgeschlagenen Ei obenauf. Das Ergebnis ist ein Feuerwerk der Texturen – knusprig, bissfest, zart – und der Aromen – herzhaft, sauer, scharf, üppig. Sisig stammt aus Pampanga, der kulinarischen Hauptstadt des Landes, und kommt noch spuckend und brutzelnd auf den Tisch, gemacht, um heiß mit kaltem Bier und einem Berg Reis gegessen zu werden. Es ist laut, macht süchtig und ist durch und durch philippinisch.
Schweinefleisch (eine Mischung aus Bauch und Ohren/Kopf sowie ein Stück Leber) mit Aromaten weichkochen, dann grillen oder unter dem Grill garen, bis die Ränder verkohlen und knusprig werden – dieses zweistufige Garen verleiht Sisig seine charakteristische knusprig-bissfeste Textur. Alles fein hacken. Gehackte Zwiebel und Chili auf einer sehr heißen Pfanne oder gusseisernen Platte brutzeln, das gehackte Schweinefleisch zugeben und mit Sojasauce, Calamansi- (oder Limetten-)Saft, Salz und Pfeffer würzen, dabei wenden, bis es heiß ist und die Ränder wieder knusprig sind. Vom Herd genommen etwas Mayonnaise (moderne Art) für Cremigkeit unterrühren, oder weglassen. Sofort auf einer brutzelnden Platte servieren, mit einem rohen oder gebratenen Ei und mehr Chili und Calamansi obenauf, dazu reichlich heißer Reis.
- Das Schweinefleisch vor dem Hacken erst kochen, dann grillen – dieses doppelte Garen gibt die entscheidende Mischung aus knusprig, bissfest und zart.
- Brutzelnd heiß auf einer heißen Platte servieren, vollendet mit Calamansi und Zwiebeln für diesen sauer-herzhaften Kick.
- Ein Ei (roh untergerührt oder gebraten obenauf) und etwas Mayo machen es üppig; Calamansi und Chili halten es frisch.
Equipment
- Topf (zum Kochen)
- Grill oder Backofengrill
- Gusseiserne Brutzelplatte oder schwere Pfanne
Zutaten
Schweinefleisch
- 700 g Schweinefleisch (Bauch + Ohren/Kopf), dazu ein Stück Schweineleber
- Zwiebel, Knoblauch, Lorbeer, Pfefferkörner (zum Kochen)
Zum Vollenden
- 1 Zwiebel, fein gehackt; Chilis, gehackt
- Sojasauce; Calamansi- (oder Limetten-)Saft; Salz, Pfeffer
- Mayonnaise (optional); 1 Ei; Butter/Öl
Zubereitung
- SCHRITT01
Die Schweinefleischstücke mit Zwiebel, Knoblauch, Lorbeer und Pfefferkörnern weichköcheln, etwa 45 Minuten. Die Leber für die letzten paar Minuten zugeben, nur um sie durchzugaren. Abgießen und abkühlen lassen.
- SCHRITT02
Das gekochte Schweinefleisch grillen, unter dem Grill garen oder in der Pfanne anbraten, bis die Ränder verkohlen und knusprig werden – dieses zweite Garen gibt Sisig seine wesentliche knusprig-bissfeste Textur, nicht nur weiches Fleisch.
- SCHRITT03
Das gesamte Schweinefleisch und die Leber in kleine, gleichmäßige Stücke hacken. Die Mischung aus knusprigen Rändern und zarten Stücken ist genau das, was man will.
- SCHRITT04
Etwas Butter oder Öl auf einer sehr heißen gusseisernen Platte oder Pfanne erhitzen, die gehackte Zwiebel und Chili kurz anschwitzen, dann das gehackte Schweinefleisch zugeben. Mit Sojasauce, Calamansi-Saft, Salz und Pfeffer würzen, dabei bei starker Hitze wenden, bis es brutzelt und die Ränder wieder knusprig sind. Nach Belieben vom Herd genommen etwas Mayonnaise unterrühren, wenn man es cremig mag.
- SCHRITT05
Sofort auf der heißen Brutzelplatte servieren, mit einem rohen Ei (zum Unterrühren in das heiße Fleisch) oder einem gebratenen Ei, extra gehacktem Chili und einer Calamansi-Spalte zum Darüberdrücken obenauf. Heiß mit viel gedämpftem Reis essen – und kaltem Bier.
Make ahead
Der zeitaufwendige Teil – das Kochen und Grillen des Schweinefleischs – kann im Voraus erledigt werden: garen, hacken und kühl stellen (einen Tag oder zwei), sodass das Vollenden von Sisig nur ein schnelles Anbrutzeln und Würzen auf einer heißen Platte ist. Das macht es praktisch zum Bewirten. Calamansi, Ei und die letzte Würze frisch zugeben, kurz vor dem Servieren, damit es heiß, frisch und brutzelnd auf den Tisch kommt. Auch die gehackte Zwiebel, Chili und Calamansi vorbereiten.
Storage
Sisig ist dazu gemacht, sofort gegessen zu werden, brutzelnd heiß von der Platte – sein Reiz ist die gerade knusprig gewordene, heiß-spuckende Textur, die schnell vergeht. Das gekochte und gegrillte Schweinefleisch kann im Voraus gegart und gehackt und 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, dann in Minuten frisch nach Bedarf angebrutzelt und gewürzt. Übrig gebliebenes gewürztes Sisig hält sich einen Tag und lässt sich in einer heißen Pfanne aufwärmen (wieder knusprig braten) und ist großartig in Reis gebraten (Sisig-Reis) oder als Belag für Tacos/Nachos. Das Ei erst beim Servieren zugeben.
Variations
Leichtere Teilstücke
Schweinebauch und -schulter (ohne Kopf/Ohren oder Leber) für ein einfacheres, zugänglicheres Sisig verwenden.
Hähnchen / Bangus / Tofu
Hähnchen-Sisig, Milchfisch- (Bangus-)Sisig oder ein vegetarisches Tofu-Sisig (brutzelnder Tofu) sind beliebte Abwandlungen.
Mit Ei und Mayo
Die moderne Entwicklung im Stil von „Aling Lucing“ zu Marquez fügt ein Ei und etwas Mayo für Cremigkeit hinzu.
Serve with
Nutrition per serving
Nutrition values are estimates based on the metric measurements. Adjust as needed.
Häufige Fragen
Was ist Sisig?
Sisig ist ein philippinisches Gericht aus gehacktem Schweinefleisch – traditionell vom Schweinskopf (Gesicht und Ohren) plus Leber –, das gekocht, gegrillt, dann fein gehackt und auf einer heißen gusseisernen Platte mit Zwiebeln, Chili und Calamansi brutzelnd angebraten wird. Es ist herzhaft, sauer, scharf und üppig, mit einer charakteristischen Mischung aus knusprigen und zarten Texturen, und ist das berühmteste philippinische Pulutan (Barfood/Biersnack). Es stammt aus Pampanga, der kulinarischen Hauptstadt der Philippinen. Moderne Varianten fügen oft ein Ei und etwas Mayonnaise hinzu. Es wird brutzelnd heiß mit Reis und kaltem Bier serviert.
Muss ich Schweinskopf und Leber verwenden?
Traditionell ja – Schweinskopf (Maskara), Ohren und Leber geben authentischem Sisig seine unverwechselbaren Texturen und seinen Geschmack, wobei Knorpel und Haut Biss geben und die Leber Fülle. Aber man kann durchaus ein köstliches, zugänglicheres Sisig nur mit Schweinebauch und -schulter machen und Kopf und Leber weglassen. Viele Haus- und Restaurantvarianten tun das. Die entscheidende Technik – kochen, dann grillen/verkohlen, dann hacken und brutzeln – ist wichtiger als die genauen Teilstücke, um dieses knusprig-bissfeste Ergebnis zu erzielen.
Warum das Schweinefleisch erst kochen und dann grillen?
Dieses zweistufige Garen ist das Geheimnis der Textur von Sisig. Das Kochen macht die zäheren Teilstücke (Kopf, Ohren) zart und lässt etwas Fett aus; das anschließende Grillen oder Garen unter dem Grill verkohlt und knuspert die Ränder. Dann mischt das Hacken knusprige, bissfeste und zarte Stücke. Würde man es nur kochen, wäre das Sisig weich und eintönig; der Grillschritt gibt diese süchtig machenden knusprigen Ränder. Ein letztes Brutzeln auf der heißen Platte macht es kurz vor dem Servieren noch einmal knusprig.
Was ist Calamansi und wodurch kann ich es ersetzen?
Calamansi ist eine kleine, runde philippinische Zitrusfrucht, duftend und sauer mit einem Hauch Süße, die verwendet wird, um Sisig (und unzählige philippinische Gerichte) aufzuhellen. Ihre Säure durchbricht die Fülle des Schweinefleischs. Findet man kein Calamansi (frisch, tiefgekühlt oder abgefüllt in philippinischen Lebensmittelläden), ersetzt man es durch eine Mischung aus Limette und etwas Zitrone oder einfach Limettensaft – zum Schluss darüberdrücken. Der saure Zitrus-Kick ist wesentlich, um das fettige, herzhafte Schweinefleisch auszugleichen, also die Säure nicht weglassen, selbst wenn man improvisieren muss.
Kann ich Sisig ohne Brutzelplatte machen?
Ja – die gusseiserne Brutzelplatte ist ikonisch (und hält es am Tisch heiß und effektvoll), aber man kann Sisig in jeder schweren Pfanne oder im Wok bei starker Hitze machen; man muss sie nur sehr heiß werden lassen, damit das Schweinefleisch knusprig wird und „brutzelt“. Direkt aus der Pfanne servieren. Hat man eine gusseiserne Platte oder Pfanne, sie bis zum Rauchen vorheizen und für den vollen Brutzeleffekt und die besten knusprigen Ränder an den Tisch bringen. Der Geschmack ist so oder so derselbe.
Cooked this? Rate it.
Real ratings from real cooks. We only show a score once enough of you have weighed in — no fabricated stars.