Currywurst
Berlins ikonischer Imbiss-Klassiker: eine gebratene Bratwurst, in Scheiben geschnitten und in einer würzig-süßen Curry-Tomaten-Soße ertränkt, mit mehr Currypulver bestäubt. Im Nachkriegs-Berlin erfunden, im Stehen mit einer kleinen Holzgabel und Pommes gegessen.
Mach eine Soße: Zwiebel andünsten, Tomatenpassata oder Ketchup, Tomatenmark, einen Schuss Essig und Worcestershire, Zucker und reichlich Currypulver und Paprika dazu; köcheln bis dick. Brate die Bratwurst knusprig, schneide sie in Scheiben, ertränke sie in der Soße und bestäube mit extra Currypulver. Serviere mit Pommes oder einem Brötchen.
- Die Soße ist curry-würzig, säuerlich und etwas süß — auf Tomatenbasis mit Currypulver und Paprika, kein sahniges Curry.
- Nimm eine gute Schweinebratwurst; brate sie knusprig und braun, bevor du sie schneidest.
- Das abschließende Bestäuben mit Currypulver ist das Markenzeichen — nicht weglassen.
Equipment
- Topf
- Bratpfanne
Zutaten
Currysoße
- 15 ml Öl
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 30 g Tomatenmark
- 300 g Tomatenpassata (oder guter Ketchup)
- 15 ml Weißweinessig
- 10 ml Worcestershiresauce
- 20 g Zucker
- 10 g Currypulver, plus mehr zum Bestäuben
- 5 g edelsüßes Paprikapulver
- Prise Cayenne, Salz
Wurst
- 4 Schweinebratwürste (oder Wiener Art)
- 15 ml Öl zum Braten
- Pommes oder ein Brötchen, zum Servieren
Zubereitung
- SCHRITT01
Erhitze das Öl im Topf und dünste die Zwiebel weich und glasig, 5 Minuten. Rühre das Tomatenmark ein und brate es 1 Minute mit.
- SCHRITT02
Gib Passata, Essig, Worcestershire, Zucker, Currypulver, Paprika, Cayenne und Salz dazu. Köchle 10 Minuten, bis dick und glänzend. Abschmecken — sie soll säuerlich, süß und curry-betont sein.
- SCHRITT03
Brate die Bratwürste in Öl bei mittlerer Hitze rundum knusprig und durch, 8–10 Minuten.
- SCHRITT04
Schneide die Würste in 2-cm-Scheiben. Häufe sie auf Teller, gib großzügig die heiße Currysoße darüber und bestäube den Belag mit extra Currypulver.
- SCHRITT05
Sofort mit Pommes oder einem weichen Brötchen servieren — und einer kleinen Holzgabel für das volle Berliner Imbiss-Erlebnis.
Make ahead
Mach die Currysoße vorab (am nächsten Tag ist sie sogar besser) und kühle oder friere sie ein. Dann ist es ein 10-Minuten-Essen — nur Würste braten und Soße erhitzen.
Storage
Die Soße hält 1 Woche im Kühlschrank und lässt sich gut einfrieren — mach eine Portion auf Vorrat. Die Würste frisch braten. Angerichtete Currywurst isst man am besten sofort.
Variations
Ohne Darm
Viele Berliner Stände nehmen eine Wurst ohne Darm — nimm eine feine Wurst nach Wiener Art, wenn du keinen Biss willst.
Scharf
Mehr Cayenne oder einen Spritzer scharfe Soße, und extra-scharfes Currypulver obendrauf anbieten.
Vegetarisch
Nimm eine gute pflanzliche Bratwurst — die Soße ist von Natur aus vegetarisch.
Serve with
Nutrition per serving
Nutrition values are estimates based on the metric measurements. Adjust as needed.
Häufige Fragen
Ist Currywurst wirklich Curry?
Kein Curry im indischen Sinn — es ist eine deutsche Erfindung aus dem Berlin von 1949, wo Currypulver mit Tomatensoße oder Ketchup über gebratener Wurst kombiniert wurde. Das 'Curry' ist die Gewürzmischung, die auf die säuerlich-süße Tomatensoße gestäubt und eingerührt wird.
Welche Wurst soll ich nehmen?
Eine gute Schweinebratwurst ist Standard. Berliner Stände variieren zwischen Wurst mit Darm (für den Biss) und ohne Darm. Brate sie knusprig und braun, bevor du sie schneidest.
Ketchup oder Tomatenpassata?
Beides wird verwendet. Viele bauen die Soße auf gutem Ketchup wegen seiner Süße und Säure auf; Passata mit Zucker und Essig gibt mehr Kontrolle. So oder so soll sie am Ende dick, säuerlich, süß und stark nach Curry sein.
Warum Currypulver obendrauf stäuben?
Das abschließende Stäuben über die saucige Wurst ist der typische Abschluss — es bringt frisches Aroma und etwas Textur, und so serviert es jeder Berliner Imbiss. Nicht weglassen.
Womit serviere ich es?
Pommes, oft mit Mayo, oder ein weiches Brötchen. Im Stehen am Imbiss mit einer kleinen Holzgabel gegessen ist das authentische Erlebnis.
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