Katsu Curry — japanisches Curry mit knusprigem Schnitzel
Japans ultimatives Wohlfühlgericht: eine dicke, milde, leicht süße Currysauce, über Reis und ein knuspriges, mit Panko paniertes Schnitzel (Katsu) geschöpft. Die Sauce beruht auf einer Mehlschwitze mit Zwiebel, Karotte und warmen Currygewürzen; das Katsu zerbricht unter der Gabel. In japanischen Haushalten und Imbissen unendlich beliebt – und weit besser als die Abkürzung mit Instant-Würfeln.
Bereite eine japanische Currysauce zu: Zwiebel, Karotte und Kartoffel weich dünsten, dann mit Butter, Mehl, Currypulver und Garam Masala eine Mehlschwitze ansetzen, mit Brühe ablöschen und einkochen, bis sie dick und glänzend ist, abgeschmeckt mit etwas Sojasauce, Ketchup, Worcestershiresauce und Honig. Separat Schweine- (oder Hähnchen-)Schnitzel in Mehl, Ei und Panko panieren und goldbraun und knusprig frittieren. Das Katsu aufschneiden, auf den Reis legen und die Currysauce daneben schöpfen.
- Baue die Sauce aus einer echten Mehlschwitze und Currypulver auf – so bekommt sie Tiefe und schlägt Instant-Currywürfel um Längen.
- Das Katsu muss knusprig bleiben: separat frittieren und erst beim Servieren daneben, nicht darüber, mit Sauce beträufeln.
- Japanisches Curry ist dick, mild und einen Hauch süß – mit etwas Honig, Ketchup und Sojasauce ausbalancieren.
Equipment
- Kochtopf
- Pfanne zum Frittieren
- 3 flache Schalen (zum Panieren)
Zutaten
Currysauce
- 1 Zwiebel, in Scheiben
- 1 Karotte, gehackt
- 1 Kartoffel, gewürfelt
- 40 g Butter
- 30 g Weizenmehl (Type 405)
- 15 g Currypulver, plus 1 TL Garam Masala
- 700 ml Hühnerbrühe
- je 1 EL Sojasauce, Ketchup, Worcestershiresauce; 1 TL Honig
Katsu
- 4 Schweinerückensteaks (oder Hähnchenbrustfilets)
- Mehl, 2 verquirlte Eier, Panko-Paniermehl
- Öl zum Frittieren; Salz und Pfeffer
Zum Servieren
- Gedämpfter japanischer Reis
- Eingelegtes Gemüse (Fukujinzuke / Rakkyo), optional
Zubereitung
- SCHRITT01
Die Zwiebel in etwas Butter goldbraun andünsten, dann Karotte und Kartoffel dazugeben und einige Minuten mitgaren.
- SCHRITT02
Die restliche Butter, das Mehl, das Currypulver und das Garam Masala einrühren und 1–2 Minuten anschwitzen. Nach und nach die Brühe einrühren, dann köcheln lassen, bis das Gemüse weich und die Sauce dick und glänzend ist, 15–20 Minuten. Mit Sojasauce, Ketchup, Worcestershiresauce und Honig abschmecken.
- SCHRITT03
Das Schweinefleisch (oder das aufgeschnittene Hähnchen) würzen, dann in Mehl, verquirltem Ei und Panko wenden und die Panade fest andrücken.
- SCHRITT04
Die panierten Schnitzel in Öl bei 170°C tief goldbraun und gar frittieren, 5–6 Minuten. Abtropfen und ruhen lassen, dann in Streifen schneiden.
- SCHRITT05
Auf jedem Teller Reis anhäufen, das aufgeschnittene Katsu daneben legen und die heiße Currysauce über den Reis und einen Teil des Katsu schöpfen (einen Teil knusprig lassen). Eingelegtes Gemüse dazugeben und servieren.
Make ahead
Die Currysauce gut im Voraus zubereiten (über Nacht gewinnt sie an Tiefe) und portionsweise einfrieren. Die Schnitzel im Voraus panieren und kühl stellen, dann à la minute frittieren – so geht das Anrichten schnell.
Storage
Die Currysauce hält sich im Kühlschrank 4 Tage und lässt sich 3 Monate einfrieren – ideal, um sie auf Vorrat zu kochen. Das Katsu frisch frittieren; gegartes Katsu hält sich einen Tag und wird im heißen Ofen wieder knusprig. Sauce und Katsu getrennt aufbewahren, damit die Panade knusprig bleibt.
Variations
Hähnchen-Katsu-Curry
Statt Schweinefleisch aufgeschnittene Hähnchenbrust oder -schenkel verwenden – ungemein beliebt.
Gemüse / Korokke
Mit einer knusprigen Gemüsekrokette (Korokke) oder gebratener Aubergine für eine fleischlose Variante belegen.
Besonders reichhaltig
Einen geriebenen Apfel und ein Stück Zartbitterschokolade in die Sauce geben, wie es viele japanische Köche machen – für mehr Tiefe.
Serve with
Nutrition per serving
Nutrition values are estimates based on the metric measurements. Adjust as needed.
Häufige Fragen
Ist japanisches Curry scharf?
In der Regel nicht – japanisches Curry (Kare) ist dick, mild und ein wenig süß, ganz anders als indische oder thailändische Currys. Es beruht auf einer Mehlschwitze und einem milden Currypulver, mit Süße von Zwiebel, Ketchup und einem Hauch Honig. Wer es scharf mag, kann Chili oder scharfes Currypulver zugeben.
Wie halte ich das Katsu knusprig?
Separat frittieren und nicht in Sauce ertränken. Die Currysauce über den Reis und nur einen Teil des Schnitzels schöpfen, den Rest knusprig lassen und sofort servieren. Das frittierte Katsu auf einem Gitter (nicht auf Papier direkt unter der Hitze) ruhen zu lassen, hält das Panko ebenfalls knusprig.
Kann ich Currywürfel verwenden, statt die Sauce selbst zu machen?
Das geht – fertige japanische Curry-Roux-Würfel sind weit verbreitet und praktisch. Aber eine selbst gemachte Mehlschwitze mit Currypulver, Garam Masala und guter Brühe schmeckt frischer und lässt dich Süße und Schärfe selbst steuern. Dieses Rezept macht sie von Grund auf.
Schwein oder Hähnchen?
Beides ist klassisch. Schweinerücken (Tonkatsu) ist das traditionelle Katsu; Hähnchen-Katsu ist ebenso beliebt und etwas leichter. Was du auch nimmst, klopfe es auf gleichmäßige Dicke, damit es durchgart, bevor die Panade verbrennt.
Was ist Panko?
Panko ist japanisches Paniermehl – große, trockene, luftige Flocken, die außergewöhnlich leicht und knusprig frittieren. Sie geben dem Katsu sein charakteristisches Zerbrechen. Normales feines Paniermehl ergibt eine dichtere, weniger knusprige Kruste; Panko lohnt die Suche.
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